Das grosse Kirchengleichnis

Im Gleichnis vom Weinstock  Joh. 15. 1-8,  benutzt Jesus ein Thema aus der Natur. Seit alters her bauten die Menschen Wein an, sie sind mit dem Lebenszyklus eines Weinstockes,  vertraut aber sie wissen auch welche Pflege notwendig ist, um zu einem guten Ernteergebnis zu gelangen.

 

Der Weinstock ist keine robuste Pflanze, er benötigt eine ständige Pflege, sonst werden die Triebe zu lang, manche Reben sterben ab und das  beeinflusst die Qualität der Früchte. Der gute Winzer weiss, das die Reben kurz gehalten werden sollten und beschneidet sie, abgestorbene Pflanzenteile werden entfernt und verbrannt.

So viel Pflege kann nur im Frieden gegeben werden und so ist der Weinstock ist ein Sinnbild für Wohlstand und Frieden.

 

In dem Gleichnis  vom Weinstock dass grosse Kirchengleichnis, bezieht sich Jesus auf dieses Wissen.

 

Hier wird GOTT als Weingärtner dargestellt und  Jesus der Friedensherrscher, als Weinstock.

 

„Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.“  Joh.15.1

 

In diesem Gleichnis  erklärt Jesus auch die Verbindung mit seinen Jüngern.  Sie stehen sich nicht gegenüber, sondern ER bildet mit ihnen eine nicht aufzulösende Einheit. Es gibt also eine sehr, sehr enge Beziehung ALLER Jünger zu Jesus.

 

Doch wie ist das Verhältnis des Vaters zum Weinstock?

Eine sehr wichtige Aufgabe des Winzers ist die Reinigung, sprich das Entfernen der zu lang wuchernden Triebe.  Der Vater sandte Jesus, das Wort.

Sich für das Wort zu öffnen bedeutet auch einen ständigen Prozess der Reinigung für die Jünger Jesu, ein Wachsen in Christus.

 

So wie im Reinigungsbad der Taufe, der Täufling steigt in das Wasser, wird ganz von ihm umschlossen und dabei  wird er gereinigt, verändert und erneuert.

 

Auf Jesus kam bei seiner Taufe  der Heilige Geist herab. Seit dem hielt Jesus eine Geisttaufe für unabdingbar. In der Urgemeinde wurde das gedeutet, in dem sie feststellten, die sichtbare Wassertaufe, weist auf die unsichtbare Geisttaufe hin.

 

Die am neuem Anfang stehende Taufe ist an der Schöpfung orientiert, denn die Schöpfung steht am Anfang aller Geschehnisse.

 

Danach spricht Jesus vom Bleiben, die Jünger sollen „in IHM“ bleiben mit IHM verbunden sein. Denn nur wenn die Rebe mit dem Weinstock verbunden ist, bringt sie gute Früchte, die hier im übertragenem Sinn „Früchte der Liebe“ sind und damit sichtbar.

 

Die Jünger sind durch die Kraft des „Heiligen Geistes“ in der Lage zu handeln.

Jedoch geht es hier um mehr. Im  Glauben auf Jesus schauen heißt an ihm Anteil haben. Wer auf Jesus blickt, bleibt nicht Derselbe, wird ergriffen und verwandelt.

 

Aber auch im vierten Evangelium geht es nicht nur ganz friedlich zu: „die verdorrten Reben werden gesammelt und ins Feuer geworfen...".

Jeder Gärtner weiss, Pflanzen werden und vergehen. Wo der Lebenssaft fehlt, ist das Gehölz tot und damit schädlich, es wird abgeschnitten, damit das Lebenden umso mehr Früchte bringen.

 

Und auch nicht Jeder der sich selbst als Jünger sieht, ist auch wirklich ein Jünger. Doch ein Mensch ohne Christus ist geistlich tot und wird vom Winzer wie eine tote Rebe abgeschnitten.

 

Besonders beeindruckend finde ich etwas weiter die Darstellung von Jesus:

 

„Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch (dazu) bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen er euch gebe. Dies gebiete ich euch, dass ihr einander liebt!“  Joh.15.15-17

 

Hier erinnert Jesus  seine Jünger daran,  das ER sie selbst auserwählt hat.

 

Im allgemeinen war es in der Antike üblich, das die Schüler sich  einen Lehrer  suchen, doch Jesus hat seine Jünger selbst auserwählt, das sie bleibende Frucht bringen. Zur Zugehörigkeit zu Jesus gehört in jedem Fall auch die Liebe zu den Geschwistern im Glauben.

 

Beim letzten Abendmahl reichte Jesus einen Kelch Wein, die Frucht des Weinstockes symbolisiert hier das sühnende Blut Christi, daraus entstand der sakrale Charakter des Weins beim christlichen Abendmahl.

„So ist es in der Zeit zwischen dem Tod Christi und dem jüngsten Tag nur eine gnädige Vorwegnahme der letzten Dinge, wenn Christen schon hier in sichtbarer Gemeinschaft mit anderen Christen leben dürfen. Es ist Gottes Gnade, dass sich eine Gemeinde in dieser Welt sichtbar um Gottes Wort und Sakrament versammeln darf. Nicht alle  Christen haben an dieser Gnade teil...“ Bonhoefer

 

Und auch dafür gilt es zu danken, dass es für uns diese Möglichkeit gibt.

 

Lit:

 

Bonhoeffer, D., Gemeinsames Leben, Gütersloh 2010

Elberfelder Bibel, Wuppertal 2008

 

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